Programm 21.09.2022
eine Kooperation zwischen KUBI/biku gGmbH und Rumi imPuls e.V.

Wo: in der Evangelischen Akademie Frankfurt, Römerberg 9, 60311 Frankfurt am Main
Anmeldung bis zum 19.09.2022: handinhand@biku.eu oder info@rumi-impuls.de

10:00 Eröffnung + Begrüßung Frau Hanifa Haqani & Herr Arif Arslaner
(Geschäftsführungen Rumi imPuls e.V. & biku/KUBI gGmbH),
Frau Bürgermeisterin Dr. Eskandari-Grünberg
Herr Frank Schweitzer
(Leiter des Informations- und Kompetenzzentrums gegen Extremismus (HKE)

10:30 1. Vortrag:„Wie Kinder und Jugendliche für den Krieg instrumentalisiert werden – am Beispiel des Ersten Weltkriegs.“ Herr Prof. Dr. Demm (Historiker, Université Grenoble Alpes, Frankreich)
11:15 Podium + Diskussion

11.30
2. Vortrag: „Traumatherapie mit jugendlichen Kriegsopfern“
Frau Dr. Rauwald
(Leiterin des Instituts für Traumabearbeitung, Frankfurt)
12.00 Podium + Diskussion

12.30 Mittagspause mit Mittagessen

14:00 3. Vortag: „Rollen im Krieg: Helden und neue/alte Männerbilder“ Connection e.V. (Internationale Arbeit für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure, Offenbach)
14:45 Podium + Diskussion

15:00 4. Vortag: „Zwei-Klassen-Geflüchtete“ Frau Dr. Rauwald (Leiterin des Instituts für Traumabearbeitung, Frankfurt)
15:30 Podium + Diskussion

15:45 Erfahrungen aus den Projekten der Organisator*innen
(Aktuelles, Zahlen & Studien)

Wo wollen wir hin? Welche Utopie verfolgen wir?
Welche Utopie verfolgen die Jugendlichen/jungen Erwachsenen? Was brauchen wir? Was empfehlen wir?
16:15 Abschlusspodium

17.00 Offizielles Ende
bis 18.00: Raum für informellen Austausch Gesellschaft für Kultur und Bildung gGmbH
Bildung und Kultur gGmbH

Aufgrund der Erfahrung in den letzten Jahren, dass Jugendliche und junge Erwachsene sich extremistischen
Gruppen angeschlossen haben, sind viele sehr gute Projekte im Bereich der Prävention entstanden, die dabei

helfen sollen, solche Ausreisen und Bündnisse junger Menschen mit extremistischen Gruppen zu verhindern.

Wenn wir weiter in die Geschichte zurückschauen, dann wissen wir auch, dass diese Entwicklung nicht erst

auf den IS zurückgeht. Jugendliche sind in ihrer Unsicherheit und der Unfertigkeit ihrer Gedanken und ihrer

Identitätssuche immer wieder von extremistischen Gruppen instrumentalisiert worden, für die hierin bis

heute eine zentrale Methode liegt. Das gilt vor allem für Länder, die sich seit Generationen im Krieg befin

den. Wir erleben gerade jetzt eine große Unsicherheit und kritische Entwicklungen. Bestehende Denkmuster

und Herangehensweisen, um Probleme und Konflikte zu lösen, sind, so scheint es, unbrauchbar geworden.

Kinder und Jugendliche erleben die Erwachsenen als nicht stark genug. Die Erwachsenen, so empfinden es

viele, haben sie in diesen unsicheren Zeiten vergessen. Das ist grotesk, denn gerade die jungen Menschen

stehen für die Zukunft.

Bei dem
Fachtag am 21.09.2022, dem internationalen Tag des Friedens, zum Thema „Kindheit und
Jugend im Krieg – Radikalisierung von Kindern und Jugendlichen“
soll es vor allem um die Jugendli
chen und jungen Erwachsenen gehen. Ihnen soll auf dem Podium ein Raum gegeben werden, um über ihre

eigenen Ängste zu sprechen. Expert:innen werden, zum einen die unterschiedlichen Facetten beleuchten,

die bei der Identitätssuche Gefahren mit sich bringen: Was bedeutet es für Kinder und Jugendliche, im Krieg

aufzuwachsen? Was heißt Identität, wenn ich vielleicht morgen nicht mehr bin?

Zum anderen sollen die Expert:innen mit den Jugendlichen/jungen Erwachsenen ins Gespräch kommen:

Was brauchen und wünschen sie sich, um in einer der wichtigsten Phasen ihres Lebens und auf der Suche

nach Identität in unserer heutigen Welt wahr- und ernstgenommen zu werden? Wie können wir ihnen, als

den Träger:innen der Zukunft, mehr Raum für Selbstbestimmung und Partizipation geben?

Wo fühlen sie sich abgeschoben und diskriminiert? Woran scheitern nach ihrer Ansicht bestehende Projekte?

 

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