Wi     Wiesbadener
P         psycho-
SO –    soziales
net     Netzwerk zur Versorgung Geflüchteter

Wer sind Wir?

WiPSO-net ist ein offener Zusammenschluss von Trägern, VertreterInnen der zuständigen kommunalen Verwaltung und Einzelpersonen, die in der psychosozialen Beratung, Begleitung und Versorgung von Geflüchteten in Wiesbaden tätig sind. Alle Akteure arbeiten professionell und verfügen über eigene Erfahrungen auf dem Gebiet der Integrationsarbeit.

Hervorgegangen ist das Netzwerk aus einer 2015 gegründeten Arbeitsgruppe der Bezirksärztekammer Wiesbaden.

WiPSO-net ist in das Integrationskonzept 2017-2020 der Stadt Wiesbaden im Handlungsfeld Psychosoziale Versorgung & Traumata aufgenommen worden. Das Alleinstellungsmerkmal des Wiesbadener Netzwerks im Hinblick auf andere Kommunen in Hessen ist rechtzeitig und parallel mit den ankommenden Asylsuchenden, alle Akteure im Handlungsfeld Psychosoziale Versorgung zusammengebracht zu haben.

Mit WiPSO-net wird eine Struktur etabliert und gepflegt, die sowohl ehrenamtlich als auch hauptamtlich Tätigen eine nachhaltige Kooperation ermöglicht. Die zunehmende Bedeutung von Freiwilligenengagement für das Gelingen der Integration wird hier im konkreten Handeln entsprochen.

Leitlinien des WiPSO-net

WiPSO-net versteht sich als ein unabhängiges, überparteiliches, überkonfessionelles und an den Menschenrechten orientiertes Netzwerk im psychosozialen Bereich, dessen Arbeit sich auf die Stadt Wiesbaden konzentriert.

Eine ausreichende seelische und körperliche Gesundheit ist Grundlage für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und macht jedweden Schritt in Richtung Integration erst möglich. 

WiPSO-net sieht seine Arbeit als maßgebliche ergänzende Netzwerkleistung für Geflüchtete zur Regelversorgung und den gemeindepsychiatrischen Angeboten der Kommune.

Unsere Ziele

Das Anliegen des WiPSO-net Netzwerks ist die Lebenssituationen von psychosozial belasteten Geflüchteten und Neuzuwanderern mit Fluchthintergrund, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus, zu verbessern und eine gut vernetzte psychosoziale Versorgung der Zielgruppe mit zu gestalten.

Durch gute Vernetzung, aktuellen Angebotsüberblick und Wissenstransfer soll ein möglichst passgenauer und kurzfristiger Behandlungszugang für die Zielgruppe gefördert werden. Der zeitnahe Beginn psychosozialer oder therapeutischer Interventionen hilft die evtl. drohenden individuellen, familiären  und gesellschaftlichen „Folge-Kosten“ zu minimieren.

Ein Schwerpunkt des WiPSO-net Konzeptes ist es daher Transparenz und niedrigschwelligen Zugang zu Informationen über die einschlägigen psychosozialen Angebote im Stadtgebiet zu schaffen,  für die Zielgruppe, die Anbieter und auch für die interessierte Bürgerschaft.

Hierfür sind die mediale Aufbereitung der Informationen auf der Netzwerk-Homepage und die kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit wesentliche Voraussetzung.

Wie setzt WiPSO-net seine Ziele um?

Bei der Umsetzung der Ziele wird das Netzwerk in allen Bereichen durch die Arbeit der unabhängigen Koordinatorin, Frau Dagmar Benner, unterstützt.

Maßnahmen zur Zielerreichung sind:

  • Die Aktionsfelder und konkreten Angebote aller Mitglieder darzustellen und gebündelt zu verbreiten.
  • Lokale Angebote der psychosozialen Versorgung möglichst vollständig zu sammeln und einen zeitnahen Überblick zu gewährleisten.
  • Ggf. Mitwirkung der Netzwerkteilnehmer am Erhalt bestehender Hilfsangebote.
  • Es gehört zum Selbstverständnis des Netzwerks Versorgungslücken sowie sonstige drängende Handlungsbedarfe zu ermitteln und die Schaffung zusätzlicher bedarfsgerechter Versorgungsangebote zu initiieren.
  • Neue Akteure und deren potentielle Aktionsfelder mit den bestehenden Trägern und Strukturen zusammenzubringen, um einen Wissens- und Erfahrungstransfer zu erleichtern.
  • Unterstützung bei Beantragung von Finanzierungen bzw. Förderungen.
  • Konzeptionelle Arbeit im Netzwerk um Projekte zu generieren.
  • Informationsweiterleitung/Unterstützung/Vernetzung von Weiterbildungsangeboten, Informationsveranstaltungen, Fortbildungen und Organisation von Supervisionen für das Netzwerk.
  • Es gehört zum Selbstverständnis der nicht kommunal gebundenen Netzwerkmitglieder, die Interessen der Betroffenen auch auf kommunlaer Ebene zu vertreten.

Das WiPSO-net Netzwerk braucht eine Koordinator*In. Sie ermöglicht die Kontinuität der Zusammenarbeit und wird zurzeit aus kommunalen Mitteln finanziert.

Die WiPSO-net Koordinatorin präsentiert die Arbeit des Netzwerkes nach Absprache.

Zum Netzwerk gehörig oder im Austausch damit sind derzeit:

Behörden, Ämter und Kammern, Stand 10.2017

Therapeuten, Fachkräfte – Haupt- und Ehrenamtliche

  • niedergelassene Therapeut*Innen, Psycholog*Innen, Psychotherapeut*Innen, Kinder- u. Jugendtherapeut*Innen, Ärzt*Innen, Neurolog*Innen, Sozialpädagog*Innen, Pastor, Gesundheitsmanagerin.
  • Unser Netzwerk wird bereichert durch weitere ehrenamtliche und hauptamtliche Fachkräfte.

Unsere Netzwerkteilnehmer sind verknüpft mit weiteren Netzwerken wie Fatra e.V. in Frankfurt, dem Trauma-Netzwerk Gießen e.V., dem Flüchtlingsrat Hessen und Wiesbaden uvm..

Die zuständigen kommunalen Strukturen sind durch Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamts, des Jugendamtes, des Amt für Grundsicherung und Flüchtlinge und des Amts für Zuwanderung und Integration vertreten.

Spezielle Themen werden durch temporäre Konzeptgruppen erarbeitet. Für die schnelle Verbreitung aktueller Informationen innerhalb des Netzwerks sorgt die Koordinatorin via Mailings an den Verteiler und an Interessierte.

Die persönlichen, vertrauensvollen Kontakte im Netzwerk sorgen für eine effektive, ergebnisorientierte und transparente Kooperation.

Was bewirkt WiPSO-net?

Im Sinne eines interdisziplinären Wissens- und Erfahrungstransfers profitieren alle Akteure des Netzwerkes wechselseitig von der Weitergabe spezifischer Erfahrungen, dem Austausch aktuellen Fachwissens und der fachlichen Reflektion für ihre Arbeit mit der Zielgruppe.

Im Kontext der Integration von psychosozial belasteten Geflüchteten sensibilisiert das Netzwerk durch Öffentlichkeitsarbeit und die Teilnahme an Arbeits- und Steuerungskreisen die Gesellschaft und die politischen Entscheidungsträger für sozialpolitisch wichtige Problembereiche.

Widersprüchliche Standpunkte und eventuell daraus resultierenden Diskurse werden als Chancen gesehen.

Die Arbeit des Netzwerks trägt dazu bei, dass betroffene geflüchtete Menschen bei der psychischen Stabilisierung, der Bewältigung ihres Alltags und ihren Integrationsbestrebungen kompetent und professionell unterstützt werden.

Ausblick – Herausforderungen

Eine besondere Herausforderung für die zukünftige Arbeit sieht das Netzwerk darin, den Zugang der Zielgruppe zu psychosozialen Unterstützungsangeboten zu  erleichtern. Dafür ist es erforderlich,  Angebote und Informationen für die Zielgruppe unter Berücksichtigung der variablen Muttersprache, Alter, Geschlecht und Familienstand aufzubereiten. Um die Zielgruppe zu erreichen sucht das Netzwerk mit der Koordinatorin geeignete Publikationspfade, u.a. in Social media – Formaten.

WiPSO-net ist ein offenes Netzwerk.
Wenn Sie in der psychosozialen Versorgung Geflüchteter tätig sind oder dies beabsichtigen, heißt WiPSO-net Ihr Mitwirken herzlich willkommen!

Bitte schreiben Sie eine kurze E-Mail mit Ihrem Anliegen an die Koordinatorin Frau Dagmar Benner unter  info@wipso-net.de  

Wir melden uns bei Ihnen sobald als möglich!

 

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